Moderne Kennzeichnungssysteme gewährleisten lückenlose Chargenrückverfolgung in Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikherstellung, wie gesetzlich vorgeschrieben. GS1- und UDI/EUDAMED-konforme Chargencodes zeichnen Fertigungszeitpunkte, Losgrößen und Qualitätsparameter auf. Rückrufe erfolgen zielgenau, Haftungsrisiken werden reduziert und Verbrauchersicherheit erhöht. In Verbindung mit FIFO-Strategien setzen CIJ-, TIJ-, Laser- und Thermotransferdruck sowie QR-Code und RFID automatisierte Identifikations- und Datenerfassungsprozesse um, steigern Effizienz, minimieren Fehler und bilden die Grundlage für vernetzte Industrie-4.0-Architekturen. Sie ermöglichen Echtzeit-Transparenz, dynamische Bestandssteuerung und belastbare Audits.
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Rückverfolgbarkeit gewährleistet präzise, lückenlose Identifikation fehlerhafter Chargen bei Bedarf

FM Kanister variable Daten (Foto: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)
Produkte, die in einem festgelegten Zeitrahmen unter gleichen Prozessparametern hergestellt werden, bilden eine Charge. Modernste Kennzeichnung mittels CIJ, TIJ oder Laser trägt einen alphanumerischen Chargencode direkt auf das Etikett oder Verpackungsmaterial auf. Im Unterschied zur Einzelserialisierung bleibt dieser Code für die gesamte Charge identisch und enthält üblicherweise Informationen wie Datum, Produktionslinie, Standort und ergänzende Qualitätskennzeichen. Dadurch wird eine transparente Chargenverwaltung, einfache Rückverfolgung, schnelle Rückrufabwicklung und Einhaltung gesetzlicher Standards zuverlässig gewährleistet.
Chargencodierung beschleunigt effektiven Identifikation und Rückruf potenziell kontaminierter Produktchargen
Ermöglicht die Chargencodierung bei Produktmängeln eine exakte Rückverfolgung, können Unternehmen nur betroffene Chargen selektiv zurückrufen. Dies verhindert pauschale, kostenintensive Rücknahmeaktionen und reduziert den administrativen Aufwand spürbar. Die eindeutige Codierung dokumentiert Herstellungsdatum, Losnummer und Fertigungsort, sodass Audits und Qualitätsprüfungen reibungslos ablaufen. Verbraucher genießen durch diese Technologie höheren Schutz, weil ausschließlich risikobehaftete Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von geringeren Haftungsrisiken und verbesserter Effizienz sowie nachhaltiger Betriebsoptimierung fortgeführt.
Präzise Chargencodierung verbindet Produktherkunft, Maschinenhistorie und Logistikdaten in Echtzeit
Eine präzise Chargencodierung protokolliert fortlaufend, welche Chargenrohstoffe in welchen Zeitfenstern verarbeitet wurden, auf welchen Maschinentypen Produktionsschritte erfolgten und welchen Empfängern die Endprodukte zugestellt wurden. Diese umfassende Transparenz erleichtert Ursachenforschung bei Abweichungen und unterstützt eine reibungslose Steuerung der Materialbewegungen nach FIFO-Prinzip. Ergebnis ist eine automatisierte Bestandsführung mit zuverlässiger Haltbarkeitsüberwachung und einer deutlichen Reduzierung ungeplanter Produktionsunterbrechungen. Zudem fördert sie schnelle Reaktionsfähigkeit bei Rückrufen, steigert die Qualitätssicherung im Fertigungsprozess und Complianceanforderungen unterstützt.
Serielle und chargenbezogene Kennzeichnung in Arzneimitteln ist EU-weit verpflichtend

STS T Karton Chargencodierung (Foto: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)
Gemäß EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 müssen Lebensmittelunternehmen jede Charge und deren Entwicklungsschritte dokumentieren. Die EU-Richtlinie 2011/62/EU fordert bei pharmazeutischen Produkten die Kombination aus Chargencode und einzigartiger Seriennummer, um genaue Rückrufe zu ermöglichen. Medizinische Geräte sind mit einer UDI zu kennzeichnen und in EUDAMED zu führen. In der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 ist eine lückenlose Chargencodierung verpflichtend. Nichteinhaltung kann zu Bußgeldern, Rückrufaktionen und Verkaufsverboten führen. Unternehmen riskieren dadurch strafrechtliche Ermittlungen und langfristigen Kundenverlust.
CIJ, TIJ, Laser und TTO ermöglichen effiziente, normkonforme Markierungslösungen
CIJ-Verfahren druckt durch pulsierende Tintenstrahlen schnell variable Zeichen auf verschiedenste Materialien wie Holz, Glas oder Kunststoffe, wodurch hohe Produktionsmengen möglich sind. TIJ-Technologie setzt auf präzise Tintentröpfchenanlagen und erzielt fein konturierte Drucke auf Kartonverpackungen. Laserbeschriftung arbeitet materialschonend und erzeugt permanente, wischfeste Codes ohne Verbrauchsmittel. Beim Thermotransferdruck (TTO) wird Farbe thermisch auf Folien und Etiketten aufgebracht, was für klare, kontrastreiche Barcodes sorgt. Die Wahl hängt ab von Substrattyp, Taktung, Umgebungsbedingungen und Haltbarkeitsanforderungen.
Effizientes Chargenmanagement in Echtzeit dank GS1 UDI und ERP-Integration
Mit GS1-kompatibler Chargencodierung können Hersteller ihre gesamte Supply-Chain effizient und vollständig abbilden. Für Pharma-Produkte wird diese Codierung durch UDI-Konformität und EUDAMED-Registrierung erweitert. Die DIN EN ISO 9001:2015 schreibt eine robuste, durchgängige und lückenlose Nachverfolgbarkeit aller Produktionsschritte vor. ERP-Systeme automatisieren darauf aufbauend Lagerverwaltung, Produktionsprozesse und Versandlogistik nahtlos. Manuelle Schnittstellen entfallen, Daten werden standardisiert, validiert und sofort ausgewertet. Unternehmen profitieren von größtmöglicher Transparenz, robuster Planbarkeit, geringeren Fehlerquoten und schnellerer Reaktionsfähigkeit im Reklamationsfall.
Moderne Kennzeichnung mit QR-Codes und RFID optimiert Fertigungskontrolle nachhaltig
Indem QR-Codes umfangreiche Zusatzdaten wie Prüfergebnisse, Verbrauchsinformationen oder Logistikhinweise auf engstem Raum ablegen, erweitern sie klassische Barcode-Funktionalitäten entscheidend. RFID-Tags ermöglichen eine vollständige Automatisierung im Scanprozess, da sie berührungslos selbst bei hohen Taktraten gelesen werden können. Gemeinsam eingebettet in vernetzte Datenerfassungssysteme bilden sie ein zentrales Element von Smart Manufacturing, das Transparenz schafft, Stillstandszeiten reduziert, Bestandsprozesse automatisiert und Kosteneffizienz nachhaltig erhöht.
QR-Codes, RFID, Laserkennzeichnung sorgen für lückenlose Chargentransparenz und Effizienz
Mit systematischer Chargencodierung implementieren Unternehmen ein robustes Rückverfolgbarkeitsnetzwerk, das Produktchargen, Maschinenparameter und Lieferdaten lückenlos erfasst. GS1-konforme Serialnummern, ergänzt um UDI/EUDAMED-Kodes, bilden die Basis für rechtssichere Produktionsabweichungen. Moderne Markiertechnologien wie CIJ, Laser oder Thermotransferdruck sichern dauerhafte Lesbarkeit. QR-Codes und RFID optimieren Datenerfassung, beschleunigen Audits und ermöglichen datengetriebene Analysen. FIFO-gesteuerte Logistikprozesse senken Ausschuss, kontrollieren Haltbarkeiten und rüsten Unternehmen flexibel für zukünftige regulatorische Herausforderungen. Sie fördern kontinuierliche Verbesserung, sichern Kundenzufriedenheit und erhöhen Investorenvertrauen.

